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Oftmals wird das Argument
gebraucht, Rassehunde sind wesentlich anfälliger für Krankheiten als
Nichtrassehunde, öfters (schwer) krank und haben auch nicht eine
solange Lebensdauer. Meines Erachtens kann dieses Argument bei
näherer Betrachtung schnell relativiert werden. Man braucht sich nur
vor Augen führen, was (verantwortungsvolle) Züchter alles an, auch
kostspieligen Gesundheitsuntersuchungen, in Kaufnehmen bevor ihre
Tiere in die Zucht gehen oder aus gegeben Anlass aus der Zucht
genommen werden. Mischlinge werden zu meist vermehrt, in vielen
Fällen kennt keiner den Gesundheitszustand der Elterntiere (wenn
überhaupt bekannt) und der entstanden Welpen. Es stimmt schon, dass
prozentuell mehr Rassehunde beim Tierarzt zu finden sind - aber
vielleicht ist das damit zu erklären ist, dass einerseits leider die
Akzeptanz eines Tierarztbesuches von Rassehundebesitzer oftmals
größer ist, anderseits die Tierärzte viele nicht Rassehunde anhand
ihres Phänotyps katalogisieren. Da wird schon mal jeder stehorige
größerer Hund zum Schäfer, jeder schwarze Hund zum Labrador)
Auf Grund von Zuchtvorschriften ist ein
Züchter auch verpflichtet sich näher mit gewissen Erbkrankheiten auseinander
zusetzen als dies ein "einfacher" Hundehalter tut. Gerade die viel strapazierte
Hüftdysplasie - (HD-) Diskussion ist ein schönes Beispiel. HD - Erkrankung wird
meistens mit dem Deutschen Schäferhund gleichgesetzt, das aber genauso viele
Schäfermischlinge und andere große Hunde davon betroffen sind, das kommt in den
meisten Statistiken nicht vor. Damit will ich weder das Problem der HD
verleugnen oder gewissen Rassen einen Freibrief für ihre züchterischen
"Erfolge" oder "Nichterfolge" erteilen, aber aufzeigen, dass es halt immer
Vertreter einzelner Rasse im Kreuzfeuer der Kritik stehen, weil sie sich durch
vorliegende Untersuchungswerte vor allem im Rahmen ihrer Zuchtanforderungen in
den Mittelpunkt schieben und der Riesenanteil an Nichtrassehunde in der
Anonymität verschwindet.
Leider haben auch die in- und ausländischen
Vermehrer von so genannten "Puppy Mills" (Massenzüchter) ihr Scherflein dazu
beigetragen um den Mythos des kranken Rassehundes zu verstärken. Außerhalb jeder
Zuchtordnung, nur am Gewinn orientiert, werden hier Hunde vermehrt, Hündinnen zu
reinen Gebärmaschinen degradiert um möglichst billig und in großer Anzahl die
momentanen Moderassen zu züchten. Das aus diesen "Brutstätten" nur an Leib und
Seele kranke Hunde verkauft werden liegt leider auf der Hand. Aber es gibt immer
wieder Abnehmer für diese Hunde, sicherlich ist hier der einzelne Hund billiger
zu haben, als von einem Züchter, der sehr viel Zeit und Geld in seine Hunde und
Zucht investiert. Darum auch Hände weg von diesen "Züchtern"!!
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Viele Krankheiten unserer Hunde sind
natürlich ein Zeichen der Zeit, viele Grenzen wurden überschritten und unsere
Haustiere leiden genauso wie wir Menschen an so genannten
Zivilisationskrankheiten. Sicherlich sind bei auch bestimmte Rassen und/oder
Hundetypen (!) die Affinität zu bestimmten Krankheitsbilder auffällig
verstärkt. (Allergien, anatomische Missbildungen, Gebäudekrankheitsbilder,..) -
nur wird der verantwortungsvolle Züchter und Liebhaber seiner Rasse alles daran
setzen vor allem Erbkrankheiten durch eine genaue Selektion der Elterntiere
zu bekämpfen.
Die zur Zucht verwendeten Parson und der
Jack Russell Terrier werden jährlich auf gewisse Augenkrankheiten (juvenile
Katarakt, primäre Linsenluxation, progressive Retinaatrophie) und mit 1 und 3
Jahren auf Patellaluxation ("Herausspringen" der Kniescheibe) untersucht.
Der Gehörtest ist mittlerweile bei Welpen und Elterntiere ebenfalls
verpflichtend eingeführt.
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Leishmanose
Eine
Tropenkrankheit erobert Europa
In unseren Breiten wurden die Leishmaniosen
bis dato als klassische tropenmedizinische Infektionskrankheiten angesehen und
deshalb als reisemedizinisches Problem betrachtet. Durch die klimatischen
Veränderungen (heißere Sommer), ist es notwendig, dass dieses Problem auch in
Mitteleuropa nicht mehr negiert wird. Leishmaniosen kommt ebenfalls im
europäischen Mittelmeerraum vor, und Sandmücken wurden bereits in Deutschland
gefangen. Weiters steigt mit der Zahl von Reisenden in solche Endemiegebiete
steigt auch in Deutschland die Zahl der importierten Leishmaniosen.
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In den fünfziger Jahren wurden durch den
Einsatz von Insektiziden, hauptsächlich DDT, gegen Malaria - übertragende
Anopheles - Mücken auch die Überträger der Leishmaniosen, die Sandmücken (Phlebotomen)
stark dezimiert. Heute haben sich die Sandmückenpopulationen jedoch wieder auf
das Vorkriegsniveau vermehrt, mit der Folge, dass im Mittelmeerraum auch die
Leishmaniosen wieder bei Mensch und Tier zunehmen.
Sandmücken oder Phlebotomen sind etwa zwei
Millimeter kleine sandfarbene Stechmücken (siehe Abb.). Sandmücken sind in allen
Anrainerstaaten des Mittelmeeres, sowie in Portugal, in der Schweiz und in
Süd-Deutschland und neuerdings auch in Belgien verbreitet. Die theoretische
Verbreitungsgrenze stellt die 10°C-Jahresisotherme dar. Die tatsächliche
nördliche Verbreitungsgrenze ist derzeit in Europa unklar, jedoch existiert ein
gesicherter Sandmückennachweis von der Insel Jersey (Kanalinsel, England). Auf
der Haut fast unsichtbar, fallen sie dem 'Opfer' durch ihre großen schwarzen
Augen auf. Nur die weiblichen Mücken saugen Blut, ohne das ein Heranreifen der
Eier nicht möglich wäre.
Die Leishmaniosen sind lang bekannte
äußerst ernstzunehmende parasitäre Erkrankungen von Mensch und Tier. Es gibt
viele Krankheitsformen der Leishmaniosen, die der jeweiligen geographischen
Verbreitung der einzelnen Leishmania - Arten zuzuordnen sind. Sie reichen vom
lokal begrenzten, spontan ausheilenden Solitärulkus bis zur tödlich endenden
Allgemeinerkrankung. Weltweit unterscheidet man drei Leishmanioseformen:
die Hautleishmaniose (Orientbeule), die innere Leishmaniose , die
Schleimhautleishmaniose
Derzeit sind weltweit etwa 12 Millionen
Menschen in 88 Ländern aller Kontinente (Ausnahme: Australien) mit Leishmanien
infiziert. Etwa 350 Millionen Menschen leben mit dem täglichen Risiko, sich
durch einen infektiösen Sandmückenstich mit den Parasiten zu infizieren. Noch
vor 10 Jahren kam es jährlich zu ca. 400'000 Neuerkrankungen, heute sind es 1,5
bis 2 Millionen Menschen. Die Infektionsrate von Hunden mit Leishmanien ist
besonders im Mittelmeerraum stellenweise sehr hoch:
Süd-Frankreich (bis 20%), Nord-Spanien
(5-10%), Süd-Spanien (bis 42% in Andalusien), Italien (5-10%, auf Sizilien bis
80%), Nord-Griechenland (bis 3%), Süd-Griechenland (ca. 25%). Die Infektionsrate
bei Hunden und Menschen hängt von der lokalen Sandmückenpopulation und deren
Stechgewohnheiten ab.
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Eine Leishmaniose kann überall dort
erworben werden, wo mit Leishmanien infizierte Sandmücken der Gattungen
Phlebotomus oder Lutzomyia vorkommen - auch in Anrainerstaaten des Mittelmeeres,
wie Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Ex- Jugoslawien, Griechenland und in
den Ländern Kleinasiens (Türkei) und Nord-Afrikas, vermutlich sogar in
Süd-Deutschland.
Als Vorbeugung sind in letzter Zeit
sogenannte "Spot on" im Gespräch, kleine Tuben, die man dem Tier auf die Haut
zwischen die Schulterblätter verabreicht (wirksam gegen Zecken, Flöhe und eben
auch gegen Sandmücken). Es ist sicherlich ratsam vor einer geplanten Reise in
den Süden einige Tage zuvor, damit sich auch der Wirkstoff entfalten kann, den
eigenen Hund vorbeugend zu behandeln. (SK)
Quelle: http://members.aol.com/TJNaucke/index.html
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Progressive Retina Atrophie (PRA) ist eine
vererbbare, unheilbare Augenerkrankung in deren Krankheitsverlauf die Retina
(Netzhaut) des Auges angegriffen und zerstört wird. Die Netzhaut ist der Teil
des Auges auf dem sich visuelle Eindrücke formieren und über den Sehnerv ans
Gehirn weiter gegeben werden. Die PRA beginnt zu meist mit Nachblindheit und
setzt sich dann weiter fort erst in einer graduelle bis hin zur völligen
Blindheit. In einigen Rassen beginnt dieser Prozess bereits im Welpenalter, in
manchen allerdings erst, wenn der Hund bereits einige Jahre alt ist, ein Punkt,
der natürlich zum tragen kommt, wenn das betroffene Tier sich bereits
weitervererbt hat. Vor allem im Alter zwischen drei und fünf Jahren ist ein
vermehrtes Auftreten zu bemerken.
Ausgehen kann man davon das PRA nur ein
Überbegriff von vielen verschiedenartigen (verwandten) Augenerkrankungen, deren
Gemeinsamkeit die fortschreitende Zerstörung der Netzhaut sind.
Die meisten Formen der PRA sind rezessive vererbt, das heißt beide Elterntiere
müssen Träger dieser Erkrankung sein, ohne selber daran leiden zu müssen. Nach
Mendel heißt das, sollte ein Träger, der selber nicht betroffen ist, mit einem
ebenfalls gesunden Träger gebart wird, die Nachkommenschaft sich rein
statistisch wie folgt aufteilt: 25 % der Nachkommen haben PRA, 50 % werden zu
Trägern (des rezessiven Gens) wie ihre Eltern und 25 % sind frei.
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In etwa 80 verschiedene Hunderassen werden
heutzutage mit der PRA in Verbindung gebracht. In jüngster Zeit lassen
erfolgreiche Versuche mittels Gentests aufhorchen, die auch (gesunde) Träger als
solche erkennen lassen. Der jetzige, einzige Weg ist ein (regelmäßiger)
Augentest der betroffenen Hunde(rassen). Allerdings ergeben sich die
Schwachstellen dieser Untersuchungen aus dem vorhergesagten. Erstens können nur
erkrankte Tiere ausgeforscht werden und zweitens treten viele Erkrankungen erst
nach geraumer Zeit auf, so dass man bei einer Untersuchung nur von einem IST -
Zustand ausgehen kann. Allerdings werden verantwortungsvolle Züchter sicherlich
Vorsichtwalten lassen wenn sie mit bereits bekannten betroffenen (Blut)linien
ihrer Rassen züchten.
Betroffene Tiere sind zu meist in der Lage
die Einschränkungen ihrer Krankheit mittels anderer Sinne zu kompensieren. Der
Krankheitsverlauf ist ein sehr schleichender der dem Tier die Möglichkeit gibt
andere Sinne (Gehör- und Geruchsinn) stärker auszubilden und einzusetzen, daher
kommt es auch vor, dass oftmals die Besitzer dieser Hunde erst sehr spät die
Erkrankung bemerken.
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Stand Juni 2005
"Pet Pass" belegt, dass Tiere gegen
Tollwut geimpft sind
Wien (OTS) - Minki und Rex kommen mit auf die Reise. "Seit dem vergangenen Jahr
erleichtert der EU-Heimtierausweis das gemeinsame Urlaubsvergnügen", erinnert
ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. Der EU-Heimtierausweis, auch Pet Pass
genannt, gilt für Reisen mit Tieren (Hunde, Katzen) in alle EU-Staaten, außerdem
in der Schweiz, in Island, Andorra, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino
und im Vatikan. Der Ausweis belegt, dass die Tiere gegen Tollwut geimpft worden
sind und wird vom Tierarzt sofort und unbürokratisch ausgestellt.
Tiere müssen zur Identifizierung außerdem eine deutlich erkennbare Kennzeichnung
(Mikrochip oder Tätowierung) tragen. Ab 2011 ist ausschließlich die
Kennzeichnung durch einen Chip zulässig. Der Mikrochip ist etwa so groß wie ein
Reiskorn und wird unter die Haut an der linken Halsseite injiziert. Die Nummer
des jeweiligen Chips wird im EU-Heimtierausweis eingetragen. Somit ist die
Kennzeichnung auch ein erheblicher Vorteil, wenn sich das Tier im Urlaub
verirrt.
Für gekennzeichnete Tiere, die noch vor dem 1. Oktober 2004 geimpft wurden,
bleibt der bisher verwendete Internationale Impfpass noch bis zum Ablauf der
Impfungen (ein Jahr später) als Reisedokument gültig. Ab Oktober 2005 ist dann
definitiv nur noch der EU-Heimtierausweis gültig.
Aufpassen müssen Reisende, die mit ihren Tieren nach Großbritannien, Irland,
Schweden, Norwegen, Finnland und Malta reisen wollen. Diese Länder können noch
fünf Jahre lang zusätzliche Auflagen fordern wie Bluttests, aber auch Zecken-
und Bandwurmbehandlungen.
Zusätzliche Einreisebestimmungen müssen all jene bedenken, die über ein
Nicht-EU-Land in ein EU-Land reisen. Zum Beispiel müssen bei der Einreise mit
Hund oder Katze nach Griechenland über Nicht-EU-Länder (z.B. Serbien-Montenegro
oder Mazedonien) Tollwut-Antikörper nachgewiesen werden. Das ist frühestens 30
Tage nach der Impfung anhand einer Blutprobe möglich und muss vom
österreichischen Tierarzt im EU-Heimtierausweis bestätigt werden. Da es bis dato
nur ein anerkanntes Laboratorium für die Durchführung des Bluttests in Mödling
gibt, sollte das noch zeitgerecht durchgeführt werden.
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Wenn eine Immunisierung des Tieres gegen
Tollwut nachgewiesen wurde, braucht dieser Bluttest aber nur einmal im Leben des
Tieres durchgeführt werden, vorausgesetzt es erhält immer rechtzeitig die
Auffrischungsimpfungen. Kroatien bildet bei den Nicht-EU-Ländern eine Ausnahme:
Hier wird bei der Einreise der EU-Heimtierausweis akzeptiert und es ist kein
Tollwut-Antikörper-Nachweis notwendig.
In der ÖAMTC Länderdatenbank unter
www.oeamtc.at/reise/
sind alle Details zu den einzelnen europäischen Länderbestimmungen in der
Kategorie "Hunde und Katzen" zu finden.
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger
www.oeamtc.at
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Liz McKinney
Dalmatiner Züchter sind sich seit langem
des hohen Auftretens von Taubheit in ihrer Rasse bewusst. Die Forschung über
Taubheit läuft seit den frühen sechziger Jahren. Seitdem haben aber auch
Besitzer von Bull Terrier, Australian Cattle Dogs, Australian Shepherds,
Englisch Setter, Catahoula, English Cocker Spaniel, West Highland White Terrier
und gefleckte Dachshunde entdeckt, dass auch in diesen Rassen die Taubheit
verbreitet ist.
Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich erwiesen,
dass die Verbreitung von Taubheit bei Dalmatinern am höchsten ist, mit circa 8%
beidseitig und 21.8% einseitig tauben Hunden. Diese Statistik muss man aber mit
Vorsicht betrachten, denn die Anzahl von audiometrisch getesteten Würfen und
Zuchthunden ist bei Dalmatinern größer als bei allen anderen Rassen.
Vererbte Taubheit ist bei allen Rassen, die
das Merle Gen haben (wie Collies, Shetland Sheepdog, gefleckter Dachshund,
Harlekin Dogge, Amerikanischer Foxhound, Old English Sheepdog, u.s.w.)
vorhanden, sowie bei den Trägern vom extremen Piebald Gen (wie Bull Terrier,
Samoyed, Greyhound, Great Pyrenees, Sealyham Terrier, Beagle, Bull Dog,
Damatiner, English Setter, Fox Terrier und Jack Russell.) Das Piebald (Schecken)
Gen ist verantwortlich für die vorwiegend weiße Farbe bei Hunden.
Die genetische Folge von Taubheit bei
Hunden mit einem ausgeprägten Piebald Gen ist nicht eindeutig erforscht.
Während man zuerst dachte, dass der Erbgang einfach autosomal rezessiv ist, hat
sich erwiesen, dass das nicht der Fall ist. Zwei beidseitig taube Hunde können
einen Wurf von normal hörenden Hunden zeugen, sowie einen Wurf mit einigen
beidseitig tauben Welpen oder einen Wurf mit einseitig tauben Welpen und sogar
einen Wurf mit beidseitig tauben, einseitig tauben und normalen Welpen.
Folglich denkt man jetzt dass der Erbgang polygen ist, von zwei verschiedenen
autosomal rezessiven Taubheit Gene, oder ein Syndrom von unvollständiger
Penetranz. Die Wahrheit ist, dass man es nicht weiß. Leider weiß man heute
auch nicht mehr über den Erbgang der Taubheit, als man vor 30 Jahren schon
wusste. Das einzige, das man mit Sicherheit weiß, ist dass erbliche Taubheit in
vielen Rassen mit dem Piebald (Scheck) Gen verbunden ist und es daher unmöglich
ist, sie zu eliminieren in Rassen die viel weiße Farbe wegen dieses Farbgens
haben.
Beidseitige Taubheit ist für den
Hobbyzüchter ziemlich einfach zu erkennen. Aber es ist unmöglich, einseitige
Taubheit ohne BAER Test zu diagnostizieren. Der Brainstem Auditory Evoked
Response Test ist eine sicherere und einfache Untersuchung die man bei Welpen
schon im Alter von fünf Wochen machen kann, die aber meistens im alter von 8
Wochen vorgenommen wird. Ein Computer unterstütztes System ermittelt
elektrische Aktivität in der Cochlea und Gehörwege im Hirn, ähnlich wie eine
Antenne Radio oder TV Signale entdeckt, oder wie ein EKG elektrische Aktivität
eines Herzens misst. Die häufigste Art die Elektrodennadeln anzubringen ist:
eine vor jedes Ohr, eine oben am Kopf und eine zwischen den Augen. Es ist
ungewöhnlich, dass ein Tier dabei Schmerz empfindet aber es kann sein dass die
Drähte irritieren. Der Stimulus Click, den der Computer aussendet, wird mit
einem Schaumgummi Knopf oder einem Kopfhörer in das Ohr geleitet. Jedes Ohr
wird individuell getestet und der Test dauert meistens nicht länger als 10-15
Minuten.
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Es ist wichtig, dass alle Hunde BAER
getestet werden. Alle Hunde die in der Zucht stehen sollten getestet werden, um
einseitige Taubheit zu erkennen. Die Tiere, die ein- oder beidseitig taub sind,
sollten aus der Zucht ausgeschlossen werden. Es ist ebenfalls wichtig, alle
Welpen in einem Wurf zu untersuchen, um einseitige Taubheit festzustellen. Alle
Zuchthunde sollten getestet werden, um festzustellen, welche einseitig taub
sind. Die Tiere, die entweder ein- oder beidseitig taub sind, sollten nicht für
die Zucht verwendet werden. Es ist aber genauso wichtig, ALLE Welpen in einem
Wurf zu testen, um festzustellen, ob einseitige Taubheit vorhanden ist. Nur die
Hunde zu testen, die ausgestellt werden oder die für die Zucht genommen werden,
ist einfach nicht ausreichend, denn das wird keine aussagekräftige Statistik
ergeben, die belegt wie viele taube Hunde gezeugt werden. Der gesamte Wurf
muss BAER getestet werden. Es muss hier nochmals mit Nachdruck erwähnt werden,
dass kein Züchter in der Lage ist, einseitige Taubheit ohne BAER Test zu
diagnostizieren. Wenn ein Züchter behauptet, dass er nie einen tauben Welpen
gezüchtet hat, dann ist das eine uninformierte, täuschende und ungenaue
Behauptung.
Es herrscht allgemeine Übereinstimmung,
dass keine beidseitig tauben Hunde für die Zucht verwendet werden sollen. Man
ist sich aber nicht einig, ob mit einseitig tauben Hunden gezüchtet werden
sollte. Die Vernunft sagt uns, dass einseitig taube Hunde die BAER getestet
sind, nicht zur Zucht eingesetzt werden, dass sie kastriert und als Pets
verkauft werden sollen. Obwohl einseitig taube Hunde Schwierigkeit haben
könnten, die Richtung der Laute zu orten, sind sie vollkommen geeignete
Haushunde.
Da der Erbgang von Taubheit in Rassen die
das ausgeprägte Scheck Gen haben unbekannt ist, kann man mit einer
Paarungswiederholung nichts beweisen und es ist daher nicht ratsam, hörende
Zuchttiere, die ein- oder beidseitig taube Welpen gebracht haben, aus dem
Zuchtprogramm zu eliminieren. Es wurde beweisen, dass die Paarung von zwei
normal hörenden Hunden sowohl ein- als auch beidseitig taube und auch normal
hörende Welpen im selben Wurf, bringen können, während eine Wurfwiederholung
einen vollkommen normalen Wurf bringen kann.
Als Züchter haben wir die Verantwortung,
alle unsere Hunde BAER zu testen, ob sie nun in die Zucht kommen oder Haushunde
werden. Es ist dennoch ein Fehler, normal hörende Hunde aus dem Zuchtprogramm
zu nehmen, auch wenn sie ein- oder beidseitig taube Welpen gebracht haben.
Der einzige Weg, Taubheit aus einer Rasse,
die das Scheck (Piebald) Gen hat, zu eliminieren, ist das Gen zu eliminieren.
Das bedeutet, dass man aufhören muss, überwiegend weiße Hunde zu züchten. Das,
natürlich, ist lächerlich.
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Züchter müssen vernünftig handeln wenn sie
Erbdefekte in ihrer Rasse angehen wollen und müssen Prioritäten bei genetischen
und angeborenen Gesundheitsproblemen setzen. Die Fehler, die schwere
Krankheiten und große Schmerzen verursachen, müssen in Auge gefasst werden.
Dennoch ist es unmöglich, alle Erbfehler zu eliminieren. Eine Rasse ist immer
gefährdet von übereifrigen, unerfahrenen und uninformierten Züchtern, die sich
nur auf ein oder zwei Probleme konzentrieren. Wenn man alle Hunde aus der
Zucht eliminiert, die eine Nachzucht mit einem, in jungem Alter leicht zu
diagnostizierenden Defekt, wie Taubheit, gebracht haben, dann läuft man Gefahr,
hervorragende Individuen in dieser Rasse zu verlieren, die sonst gesund
vollkommen sind und den Genpool positiv beeinflussen könnten.
Man sollte das Problem der Taubheit in
Parson und Jack Russell Terrier angehen, indem man alle erwachsenen Hunde und
alle Würfe BAER untersucht, und nur die Hunde die ein- oder beidseitig taub
sind, aus dem Zuchtprogramm eliminiert. Elterntiere aus der Zucht zu nehmen,
nur weil sie ein- oder beidseitig taube Welpen gebracht haben, ist
kontraproduktiv, denn dieses Problem ist in jeder Rasse endemisch, die ein
Piebald Gen hat, und kann deswegen nicht ausgerottet werden. Es sollte weiter
bemerkt werden, dass in unserer Rasse Individuen die ganz weiß, keine
Augenlidpigmentierung haben oder andere, leicht erkennbaren Attribute haben,
nicht mehr Taubheit vorweisen als andere Individuen. Taubheit wird vom Farbgen
verursacht, und hängt nicht damit zusammen, ob ein Individuum mehr oder weniger
Farbe hat.
Wenn Züchter überreagieren, indem sie
aufhören, mit normal hörenden Hunden die taube Welpen bringen, zu züchten, dann
müssten wir überhaupt aufhören, mit vorwiegend weißen Hunden zu züchten. Mit
manchen Sachen muss man halt leben. Wenn wir das nicht tun, dann werden wir mit
einem dermaßen reduzierten Genpool enden und werden erkennen, dass wir anstatt
kleiner Probleme größere und ernstere Probleme haben.
Es ist unmöglich, bei jeder Rasse alle
genetischen Defekte los zu werden. Wir müssen uns auf die Krankheiten
konzentrieren, die für die Hunde am schmerzvollsten sind und die, die man nicht
im Welpenalter diagnostizieren kann.
Übersetzung von Dorothea Penizek
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